Pferde, Energie, Geschichte
Heppen, das ist das Dorf der Pferde, aber auch der Biogas-Anlagen. Das beschauliche Dorf im Nordwesten der Gemeinde gilt als eines der ältesten Dörfer der Region und sorgt heute dafür, dass die gut 300.000 Besucher der Bördetherme im wohlig-warmen Wasser planschen und entspannen können. Kennzeichnend sind die innerorts gelegenen Wiesen und Weiden sowie die Bachläufe und Teiche, die gemeinsam mit den großen Hofanlagen das Dorfbild prägen.
Heppen ist aber auch ein geschichtsträchtiges Dorf, hier wurden die Reste einer Siedlung aus der römischen Kaiserzeit entdeckt. Zudem zählte der Ort mit engem Bezug zu Soest und der Soester Börde als Sitz der Freigrafschaft und des eigenständigen Gerichtsbezirks
im Spätmittelalter zu den bedeutenden Orten.
Die Landwirtschaft prägt das Bild, doch haben die Landwirte längst auch neue Einsatzgebiet gefunden. Ein 3,5 Kilometer langes Biogas-Mikrogasnetz sorgt heute für den Betrieb von drei BHKWs an den Standorten Thermalbad, Klinik Quellenhof und Therapiezentrum Kurmittelhaus in Bad Sassendorf.
Weitere Besonderheit sind die Pferde, Pferdezucht und
Pferdesport haben Tradition. Reitanlagen wie die auf der
Kummerwie sind Anziehungspunkt der Pferdefreunde. Zur
Gemarkung Heppen zählen auch die Klinik Quellenhof und
die benachbarten Wohnquartiere. Die ländlich geprägte Struktur spiegelt sich auch im Wappen des Dorfes wider: Auf grünem und im unteren Teil silbernem Grund sind zwei Hippen mit goldenem Griff und eine Schlinge zu sehen. Die zwei Hippen (Heppen) lehnen sich an den
Ortsnamen an, während die verknotete Schlinge als Symbol des sozialen Zusammenhalts und des menschlichen Miteinanders interpretiert wird und als Leitbild nachfolgender Generationen gilt.
Die aktuelle Generation freut sich über das neue Gerätehaus, das mit dem historischen Gerätehaus Mittelpunkt des geselligen Lebens des Dorfes ist. Die Löschgruppe stärkt als einziger „Verein“ des Ortes das Miteinander der Dorfgemeinschaft und ist Treffpunkt der geselligen Aktivitäten.