„Wenn jeder ein bisschen macht…“
Mit dem „integrierten Klimafolgenanpassungskonzept“ will Bad Sassendorf Antworten auf aktuelle Herausforderungen liefern. Ziel dabei: Die Einwohner zu motivieren, geeignete Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen der Klimaerwärmung zu ergreifen.
„Wenn jeder ein bisschen macht, wird es in der Summe auch spürbar“, erklärt Bürgermeister Malte Dahlhoff.
Das Klimafolgenanpassungskonzept listet Handlungsfelder wie „Planen und Bauen“, „Menschliche Gesundheit und soziale Infrastruktur“, „Wasserwirtschaft“, „Landwirtschaft“ oder „Wirtschaft und Tourismus“ auf. Im Maßnahmenkatalog
stehen Vorschläge wie etwa die Förderung der Biodiversität, die Erstellung eines Baumkonzepts und Begrünungsprogramms oder die Verbesserung des Wasserrückhalts
und der Überflutungsvorsorge durch den Einsatz von Versickerungspflaster. Die klimaanpassende Gestaltung öffentlicher Flächen, Gebäudesanierungen oder schattenspendende Maßnahmen sind weitere Beispiele. Auch Gründächer und Fassadenbegrünungen können bei starken Hitzeperioden hilfreich sein.
Zu den Dingen, die angepackt werden oder geplant sind, gehören die Trinkwasserspender am Pfauenbrunnen und in Ostinghausen. Sonnenschirme sollen den Sälzerplatz und den Jahnplatz beschatten. Bei den neuen Baumstandorten
in der Bismarckstraße wurde die Wasserführung so gestaltet, dass das Regenwasser in die Baumscheiben geleitet wird.
Der Hochwasserschutz soll durch Renaturierungsmaßnahmen wie an der Rosenau und an der Ahse verbessert werden, lokale Eingriffe können sinnvoll und hilfreich sein.
Klimawandel geht alle an
Unsere Erde gerät an ihre Grenzen. Klimawandel, Artensterben, die Plastikflut in den Weltmeeren, Luftverschmutzung, belastete Gewässer, gerodete Wälder und versiegelte Flächen sind Dinge, von denen wir schon seit geraumer Zeit wissen. Wir wissen auch: Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist die wichtigste Maßnahme gegen den Klimawandel: Wir müssen aus den fossilen Brennstoffen aussteigen und auf erneuerbare Energien umsteigen. Wir müssen Energie einsparen und Energie effizienter nutzen.
Nachhaltiges Essen, nachhaltiges Reisen, nachhaltiger Konsum – all das setzt bei den meisten Menschen ein Umdenken voraus Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) als globale Wegweiser für nachhaltiges Handeln geht zu langsam voran. Doch es gibt noch mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel: Wir müssen unsere Ernährung umstellen und unser Handeln verändern – Auch im Alltag kann viel zum Schutz des Klimas beigetragen werden. Es braucht eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und Klimaschutz vereint. Hier sind alle gefragt und zu aktivem Mittuen aufgerufen bei großen Projekten und im Altag. Wir machen Energiepolitik für die Menschen und für unsere Umwelt. Grundsatz: Energie muss bezahlbar, sicher und sauber sein. Wir dürfen nicht auf Kosten anderer leben – und heute nicht auf Kosten von morgen!